Ein Hühnerzaun hat zwei Aufgaben: Er hält die Hühner sicher im Gehege und sperrt Raubtiere wie Fuchs, Marder und Habicht aus. Beides gelingt nur mit der richtigen Höhe, passender Maschenweite und einem durchdachten Untergrabschutz. In diesem Ratgeber erfährst du, wie du ein Hühnergehege planst, das dein Geflügel zuverlässig schützt – und dabei stabil und langlebig bleibt.
Was ein Hühnerzaun leisten muss
Anders als ein reiner Sichtschutz muss ein Hühnerzaun vor allem funktional sein. Drei Anforderungen stehen im Vordergrund:
- Ausbruchsicher: Hühner scharren, fliegen kurze Strecken und finden jede Lücke.
- Raubtiersicher: Fuchs und Marder graben sich unter schlecht gesätigten Zäunen durch oder klettern über niedrige.
- Langlebig: Der Zaun steht dauerhaft im Freien und sollte witterungsbeständig sein.
Ein stabiler, pulverbeschichteter Zaun erfüllt diese Anforderungen deutlich besser als dünnes Billiggeflecht, das schnell durchrostet oder nachgibt.
Die richtige Höhe für den Hühnerzaun
Die nötige Höhe hängt von der Rasse ab. Leichte, flugfreudige Rassen kommen höher, schwere Rassen bleiben am Boden:
| Geflügel | Empfohlene Höhe |
|---|---|
| Schwere Rassen (z. B. Orpington) | ca. 120 cm |
| Mittlere Rassen | ca. 150–180 cm |
| Leichte, flugfreudige Rassen | ab 180 cm oder mit oberem Abschluss |
Im Zweifel lieber etwas höher planen – ein zu niedriger Zaun lädt zum Ausflug und Raubtiere zum Übersteigen ein. Wie du die Höhe an der Grenze absicherst, erklärt der Ratgeber zum Grenzabstand & zur Zaunhöhe.
Maschenweite & Material
Die Maschenweite entscheidet, ob kleine Raubtiere hindurchpassen. Zu große Maschen lassen Marder oder junge Füchse durch. Bewährt haben sich:
- Engmaschiges Drahtgeflecht (z. B. Volierendraht mit kleiner Maschenweite) für Küken- und Marderschutz. Passendes Material findest du in unseren Drahtgeflechten.
- Doppelstabmatten für das stabile Grundgerüst des Geheges – langlebig, verwindungssteif und pflegeleicht. Zur Auswahl im Doppelstabmatten-Bereich.
Eine beliebte Kombination: ein stabiler Doppelstabmattenzaun als Rahmen, unten und in Bodennähe mit engmaschigem Geflecht ergänzt, damit auch kleine Raubtiere keine Chance haben.
Untergrabschutz gegen Fuchs & Marder
Der häufigste Fehler beim Hühnerzaun ist ein fehlender Untergrabschutz. Füchse graben sich in Minuten unter einem Zaun durch, der nur auf dem Boden steht. So verhinderst du das:
- Geflecht eingraben: Den Zaun 20–30 cm tief in den Boden setzen.
- L-Schürze anlegen: Alternativ das Geflecht am Boden nach außen abknicken (ca. 30–40 cm) und flach eingraben – der Fuchs gräbt direkt am Zaun und stößt auf den Draht.
- Pfosten fest setzen: Solide, einbetonierte Pfosten verhindern, dass der Zaun untergraben oder aufgedrückt wird.
Dasselbe Prinzip – keine Lücken nach unten – gilt übrigens auch beim Einbruchschutz fürs Haus, siehe Einbruchschutz durch den Zaun.
Schutz von oben
Nicht nur der Boden ist eine Schwachstelle. Habicht und andere Greifvögel kommen aus der Luft, Marder klettern über den Zaun. Für ein rundum sicheres Gehege hilft:
- Ein oberes Netz oder Volierendraht als Abdeckung – besonders bei kleineren Gehegen sinnvoll.
- Ein glatter oberer Abschluss ohne Kletterhilfen, damit Marder nicht übersteigen.
Aufbau & Zubehör
Beim Aufbau eines Hühnergeheges gehst du ähnlich vor wie beim normalen Zaun: Verlauf abstecken, Pfosten setzen, Felder montieren. Achte zusätzlich auf:
- Eine verschließbare Zugangstür oder ein kleines Tor, das dicht und bodennah schließt.
- Passende Befestigungen und Spanndraht für das Geflecht aus unserer Zubehör-Kategorie.
- Wenn Hühner und Hund sich das Grundstück teilen: Der Ratgeber Hundezaun zeigt, wie du auch für den Hund sicher einzäunst.
Du willst dein Gehege planen? Stelle Zaun und Tor im Zaunkonfigurator zusammen – wir beraten dich gern zur passenden Lösung.
Häufige Fragen zum Hühnerzaun
Wie hoch muss ein Hühnerzaun sein?
Das hängt von der Rasse ab: Schwere Rassen bleiben bei ca. 120 cm, mittlere brauchen 150–180 cm, leichte flugfreudige Rassen ab 180 cm oder einen oberen Abschluss. Im Zweifel lieber höher planen.
Wie schütze ich Hühner vor dem Fuchs?
Mit engmaschigem, stabilem Geflecht und vor allem einem Untergrabschutz: den Zaun 20–30 cm eingraben oder eine nach außen abgeknickte Drahtschürze flach vergraben. Pfosten fest einbetonieren.
Welche Maschenweite ist für Hühner richtig?
Engmaschiges Geflecht hält auch Marder und junge Füchse ab. Für das stabile Grundgerüst eignen sich Doppelstabmatten, in Bodennähe mit engem Volierendraht ergänzt.
Muss ein Hühnergehege nach oben geschlossen sein?
Bei kleineren Gehegen ist ein oberes Netz sinnvoll, um Greifvögel und kletternde Marder abzuhalten. Bei großen Ausläufen reicht oft ein ausreichend hoher Zaun mit glattem oberen Abschluss.
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