Ein Wildzaun schützt deinen Garten vor ungebetenen Besuchern: Rehe fressen junge Triebe, Wildschweine wühlen den Rasen um, Hasen und Kaninchen knabbern Beete und Rinden an. Welcher Zaun welches Tier abhält, hängt vor allem von Höhe, Maschenweite und Untergrabschutz ab. In diesem Ratgeber erfährst du, wie du deinen Garten wildsicher einzäunst – gezielt gegen die Tiere, die bei dir Probleme machen.
Welches Tier, welcher Zaun?
Es gibt nicht den einen Wildzaun – entscheidend ist, gegen welches Tier du dich schützt. Diese Übersicht hilft bei der Planung:
| Tier | Höhe | Kritische Schwachstelle |
|---|---|---|
| Reh / Damwild | ab 180–200 cm | Springt über niedrige Zäune |
| Wildschwein | ca. 120–150 cm, sehr stabil | Drückt & untergräbt |
| Hase | ca. 100 cm | Springt & untergräbt |
| Kaninchen | ca. 60–80 cm, engmaschig | Gräbt & schlüpft durch |
Schutz vor Reh & Damwild
Rehe sind hervorragende Springer. Ein Zaun gegen Rehwild sollte deshalb mindestens 180–200 cm hoch sein – darunter wird er oft übersprungen. Stabile Doppelstabmatten in dieser Höhe sind ideal, weil sie blickdicht genug wirken, dass Rehe den Sprung ins Ungewisse meiden. Beachte bei hohen Zäunen die zulässige Höhe an der Grundstücksgrenze.
Schutz vor Wildschweinen
Wildschweine springen kaum, aber sie sind enorm kräftig und graben. Hier zählt nicht Höhe, sondern Stabilität und ein guter Untergrabschutz:
- Robuste Doppelstabmatten (Ausführung 8/6/8) statt dünnem Geflecht – den Unterschied erklärt der Ratgeber 6/5/6 oder 8/6/8.
- Sehr fest einbetonierte Pfosten, damit der Zaun dem Druck standhält.
- Zaun unten eingraben oder mit einer bodennahen Querstrebe sichern, damit kein Tier untergräbt.
Schutz vor Hasen & Kaninchen
Bei Kaninchen und Hasen ist die Maschenweite und der Bodenabschluss entscheidend – sie schlüpfen durch kleine Lücken und graben sich durch. Bewährt:
- Engmaschiges Drahtgeflecht mit kleiner Maschenweite im unteren Bereich.
- Das Geflecht ca. 20–30 cm eingraben oder als nach außen abgeknickte Schürze flach verlegen.
- Höhe von 60–100 cm genügt – gegen den Kaninchenbau ist der Untergrabschutz wichtiger als die Höhe.
Das gleiche Prinzip nutzt du beim Hühnerzaun, nur andersherum – dort hältst du Raubtiere draußen.
Material & Aufbau
Wildzäune stehen dauerhaft im Freien und sollen wartungsarm sein. Pulverbeschichtete Doppelstabmatten und langlebige Drahtgeflechte sind daher die erste Wahl. Beim Aufbau gilt:
- Verlauf abstecken und Tiere/Problembereiche identifizieren.
- Pfosten stabil und tief setzen – gerade bei Wildschweindruck entscheidend.
- Untergrabschutz nicht vergessen: eingraben oder Schürze anlegen.
- Zugänge über ein dichtes, bodennah schließendes Tor lösen.
Zusätzlich kannst du den Zaun begrünen, um ihn optisch einzubinden – Ideen dazu im Ratgeber Zaun bepflanzen. Passendes Befestigungsmaterial findest du in der Zubehör-Kategorie, und deine komplette Anlage planst du im Zaunkonfigurator.
Häufige Fragen zum Wildzaun
Wie hoch muss ein Zaun gegen Rehe sein?
Mindestens 180–200 cm, da Rehe sehr gut springen. Niedrigere Zäune werden häufig übersprungen. Blickdichte, stabile Doppelstabmatten in dieser Höhe halten Rehwild zuverlässig ab.
Wie halte ich Wildschweine vom Garten fern?
Mit einem sehr stabilen Zaun (Doppelstabmatten 8/6/8), fest einbetonierten Pfosten und einem Untergrabschutz. Wildschweine springen kaum, drücken und graben aber mit großer Kraft.
Welcher Zaun hält Kaninchen ab?
Engmaschiges Drahtgeflecht, das ca. 20–30 cm eingegraben oder als abgeknickte Schürze verlegt wird. Die Maschenweite und der Bodenabschluss sind wichtiger als die Höhe.
Reicht ein Maschendrahtzaun als Wildzaun?
Gegen Hasen und Kaninchen ja, wenn er engmaschig und untergrabsicher ist. Gegen Wildschweine ist er zu schwach – hier braucht es stabile Doppelstabmatten.
Garten wildsicher machen? Entdecke unsere Doppelstabmatten, Drahtgeflechte und Tore oder plane deinen Wildzaun direkt im Zaunkonfigurator. Wir beraten dich gern.